Die bevorstehende vollständige Einführung des Entry Exit Systems (EES) an den Flughäfen der Europäischen Union am 10. April sorgt für Besorgnis bei Reisebüros, insbesondere im Hinblick auf die Hauptreisezeit.
Das EES betrifft die Einreisekontrolle von Nicht-EU-Bürgern. Obwohl es bereits am 12. Oktober in Kraft getreten ist, erfolgte die Einführung schrittweise. Reisebüros fordern nun Maßnahmen, um ein mögliches Chaos zu verhindern. Pedro Fiol, Präsident von Aviba, äußert insbesondere Bedenken hinsichtlich des Flughafens Palma, da Direktflüge nach Kanada und Abu Dhabi sowie ein erwarteter Anstieg des britischen Tourismus die Zahl der Nicht-EU-Bürger erhöhen werden.
Das EES erfordert, dass Reisende aus Nicht-EU-Ländern ihre Reisepässe an Automaten scannen. Ein Teil der Formalitäten kann vorab erledigt werden, jedoch nicht die Abnahme der Fingerabdrücke.
Fiol befürchtet, dass zeitgleiche Ankünfte von Flügen aus verschiedenen Ländern zu Staus führen könnten. Auch mögliche Fehler oder Störungen an den Automaten könnten den Prozess verzögern. Es wird ein Zusammenbruch wie im August letzten Jahres am Flughafen Lissabon befürchtet, wo das EES zeitweise ausgesetzt werden musste.
Ein Bericht von ACI EUROPE deutet darauf hin, dass die Bearbeitungszeiten an den Grenzkontrollen durch das EES um bis zu 70 % gestiegen sind. Die EU erwägt, den Mitgliedstaaten die Möglichkeit zu geben, den Betrieb des Systems für eine bestimmte Zeit auszusetzen.
Da die Einführung auf den Balearen in der Nebensaison begann, sind die Auswirkungen bei hohem Passagieraufkommen noch unklar. Aena hat keine Angaben zur Anzahl der geplanten Geräte auf den Flughäfen der Balearen gemacht und verweist auf das Innenministerium. Fiol fordert zudem eine Verstärkung der Nationalpolizei, um bei Geräteausfällen die Passkontrolle durchführen zu können. Die Regierungsdelegation auf den Balearen kündigt an, dass die Zahl der Beamten kurz vor Beginn der Hochsaison bekannt gegeben wird.
Fiol betont, dass die Probleme bei der Passkontrolle alle Passagiere betreffen könnten. Verzögerungen könnten dazu führen, dass Koffer nicht rechtzeitig abgeholt werden und somit nachfolgende Flüge beeinträchtigen. Auch gebuchte Transportmittel für ankommende Passagiere könnten betroffen sein. Aus diesen Gründen fordert Fiol Maßnahmen, um ein Chaos auf den Flughäfen der Balearen zu verhindern, da dies negative Auswirkungen auf die Einwohner und das Image der Inseln hätte.
Quelle: Agenturen





